1231 unterstellte der Kaiser das Land Pommern den brandenburgischen Markgrafen (Oberlehnshoheit).
Im Jahre 1250 wurden die pommerschen Herzöge Barnim 1. und Wartislaw III. gemeinsam mit Pommern belehnt. 1264 starb Wartislaw III. und infolgedessen
wurden Pommern-Demmin und Pommern-Stettin vereinigt.
Nachdem Wolgast durch die Hanse in den Bund aufgenommen wurde, verlieh Herzog Bogislav IV. im Mai des Jahres 1282 seiner Residenzstadt das
lübische (lübeckische) Stadtrecht nach Greifswalder Brauch, weiterhin die Zollfreiheit in den Herzoglichen Landen, die Bestätigung der Stadtgrenzen. die
Fischereigerechtsame auf den Gewässern innerhalb der Stadtflur und auf dem Haff, das Ackerrecht und die Mühlenkonzession. Gleichzeitig schenkte er ihr Wiesen- und Weidegebiet ‘bis an den Winkel, welcher Peenemünde genannt
wird, Auch sollten die Bürger der Stadt Wolgast „alles Recht, welches sie von der Zeit der ersten Stiftung der Stadt ... an dem Hafen Peenemünde gehabt,
zu immerwährenden Zeiten haben.“
Diese erste urkundliche Erwähnung Peenemündes (Pommersches Urkundenbuch, 2. Band) sagt bedauerlicherweise nichts über die tatsächliche
Zeit der Erstbesiedlung aus. Da in der Gegend von Peenemünde Bodenfunde aus der Steinzeit bekannt sind, kann davon ausgegangen werden, dass dieser
Landstrich bereits 2.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung bereits besiedelt war. In einer früheren Chronik soll Peenemünde bereits 1208 erwähnt worden sein (Wolgaster Anzeiger, 21.06.1902).
Kantzow‘s Chronik berichtet aus dem Jahre 1282: “Desselbigen Jahres ist auch hyr im Lande und sunst in ganze Teutzschenlande, Polen und Behnen
grosse Tewrung und Hunger gewest, also das etliche Leute von Hunger gestorben sind und die Weiber ihre eigenen Kinder gegessen haben, und ist
darauf gefolgt ein grausam Sterbung, das nicht das Dritten teil der Leute lebendig geplieben...“
1295 erfolgte die Teilung Pommerns in die Herzogtümer Pommern-Stettin und Pommern-Wolgast. Der Stettiner Herzog erhielt das Gebiet um Stettin und die
Ländereien nördlich der Peene. Die Wolgaster Linie erhielt den gesamten Küstenstreifen. Wolgast wurde herzogliche Residenzstadt bis zum Jahre 1625.
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