In einer von Herzog Bogislav IV. vollzogenen Urkunde aus dem Jahre 1306 wurde die Schenkung von 1282 abermals bestätigt und der Besitz der Stadt
Wolgast gegen die Zahlung eines Kaufpreises erweitert. Es wurden ihr nunmehr nebst anderem überlassen: „... die im Peenestrom gelegene Insel Wotig, etwa 18 Morgen groß und die Gegend und Wiese Peenemünde und
das Doif daselbst“.
1309 verwüsteten heftige Orkanstürme die Ostseeküste und rissen den Ruden von Rügen ab. Diese “Allerheiligen flut“ ließ das “Neue Tief“ entstehen. Ein
orkanartiger Nordoststurm trieb das Wasser mit großer Gewalt in die Peene hinein. Kantzow (1304) berichtete hierüber: “Des folgendes Jahres hernach
(1304) ist ein sehr gewaltig, gross Stormwynt gewest, welcher viel Heuser, Kirchen und Torme umbgeorffen hat; derselbig hat das Land zu Rhugen vom
Rhuden abgerissen und da das newe Tieff gemacht, da die vom Sund ostwertz durchsegeln...“
Im Winter 1323 herrschte in Pommern eine dermaßen große Kälte, dass die Ostsee zwischen Pommern und Dänemark über zehn Wochen zugefroren war
und der Handel zwischen den Baltischen Länder darüber abgewickelt werden konnte. Das Winterhalbjahr 1347 brachte dem Lande eine Unmenge von Schnee, dass “er mit seiner Schwere starke Zeigen von den Bewmen gerissen, und danach doyte er in der Eil und macht so gross Wasser, das
viel Vieh ertrunk und die Leute eine Zeitlank mosten auff den Söller (Dachboden) wohnen“. (Kantzow)
Bis etwa Mitte des 14. Jahrhunderts war die Kirchengründungszeit abgeschlossen. Es entstanden Pfarrsprengel mit festen Grenzen, so auch das Kirchspiel „Cräselin“.
Schon um 1305 gehörte Peenemünde zu Kröslin und dieses wiederum zum Kloster Eldena, welches das Patronat innehatte.
1364 raffte eine große Pestepidemie große Teile der Bevölkerung dahin. Diese Seuche, eingeschleppt durch Ratten und Mäuse aus dem asiatischen Raume, wütete seit 1358 in ganz Europa.
Ein große Teuerung herrschte 1403 im Usedomer Land. Viele Bauern konnten die Kosten für das Viehfutter nicht aufbringen, worauf große Teile der Herden
Hungers starben und eine grosse Pestepidemie daraufhin folgte.
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